Lebensberatung

Der Begriff der Lebensberatung hat seinen Ursprung meistens in der beratenden Tätigkeit der christlichen Glaubensgemeinschaften, wie der evangelischen oder der katholischen Kirchen. Dabei sind die Beratungsstellen meistens konfessionsübergreifend tätig, so dass man nicht zwangsläufig eine Beratungsstelle der eigenen Konfession aufsuchen muss, um sich beraten oder unterstützen zu lassen.

Die Beratungsstellen christlicher und auch konfessionsloser Natur, die sich der Lebensberatung verschrieben haben, bieten dabei eine professionelle Beratung in theologischer, psychologischer, pädagogischer, medizinischer und juristischer Hinsicht an, je nachdem, um welche Situation und um was für ein Problem es sich dabei handelt. Darüber hinaus verfügen die Mitarbeiter dieser Beratungsstellen meist über eine Zusatzausbildung und dürfen daher auch eine integrierte familienorientierte Beratung durchführen, was dem christlichen und gemeinnützigen Grundgedanken vom Schutz der Ehe und Familie zuträglich sein soll. Dennoch arbeiten die betreffenden Beratungsstellen auch mit professionellen tiefenpsychologischen, systemischen und psychoanalytischen Konzepten und Methoden, so dass trotzdem eine Lösung gefunden werden kann – und sei es nur die Erkenntnis, eine andere konfessionslose oder privat orientierte Beratung bei einem Psychologen etc. in Anspruch zu nehmen. Im Rahmen der Lebensberatung wird dann – sowohl durch den Psychotherapeuten als auch bei den caritativen und sozialen Stellen – auf verhaltens- und gestaltungstherapeutische Konzepte zurückgegriffen.

Dabei kann es zahlreiche Anlässe geben, um eine solche Beratungsstelle zumindest vorübergehend auszusuchen. Viele der Klienten warten auf einen Termin oder einen Behandlungsrahmen bei einem Psychotherapeuten oder einer privaten Lebensberatung und können zeitnah aber keinen verfügbaren Therapieplatz bekommen. Hier stellt die Lebensberatung eine geeignet Übergangslösung dar. Letztlich sollten aber gerade Patienten mit ernstzunehmenden psychologischen Störungen oder Problemen bzw. deren Angehörige immer auf einen Wechsel zu einem privaten Psychologen bestehen, um wirklich einen optimalen Behandlungserfolg außerhalb der Gruppentherapien erzielen zu können. Häufig ist eine solche Gruppentherapie wie sie vorwiegend bei Lebensberatungen angeboten wird, nämlich nicht wirklich geeignet, um den Problemen nachhaltig zu begegnen und diese dauerhaft zu lösen.

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